Firmengeschichte

Helene

1907 kaufte sein Sohn Otto, der bis dahin im väterlichen Geschäft arbeitete, ein Haus in der Bahnhofstraße und gründete dort seine eigene Klempnerei. Das Geschäft seines Vaters existierte noch einige Jahre parallel. Nach seiner Heirat mit Helene Sievers gliederte Otto Nöhren der Firma ein Haushaltswarengeschäft an. Als Horst mit Überlandstrom versorgt wurde führte die Firma auch elektrische Installationen aus und verkaufte Lampen und elektrische Geräte im Laden. 1924 wurde die Horster Kirche durch die Firma Otto Nöhren erstmals mit einer elektrischen Beleuchtung versehen.

 

Durchschnittlich arbeiteten vier Gesellen und vier Lehrlinge im Handwerksbetrieb. Die Lehrlinge er hielten damals noch Kost und Logis im Hause des Meisters. Als Stammgesellen waren Hans Mann für den Elektrobereich und Fritz Stäcker für Klempnerei jeweils über vierzig Jahre in der Firma tätig. Mehrere Haushaltungen wurden mit sanitären Anlagen durch Eigenwasserversorgung ausgerüstet.

 

1917 wurde der Sohn Julius Nöhren geboren und absolvierte 1934 bis 1937 seine Lehrzeit als Klempner und Installateur. Der Betrieb wurde selbst in beiden Weltkriegen aufrecht erhalten und überstand die Währungsreformen. Ende 1946 kehrte Julius Nöhren aus der Kriegsgefangenschaft zurück und trat nach Ablegung der Meisterprüfung und seiner Heirat mit Anne Kathrin Brammann als Teilhaber in die Firma ein. Der Firmenname lautete nun Otto Nöhren & Sohn. 1953 wurde der Enkel Hans-Otto Nöhren geboren. Anne Kathrin Nöhren wurde im Haushaltswarengeschäft tätig und erweiterte das Angebot beträchtlich. Am 1 Mai 1957 feierte die Firma ihr 5Ojähriges Bestehen. Als Horst Ende der 50er Jahre eine zentrale Wasser- und Gasversorgung bekam, steigerte sich die Auftragslage im Handwerk und ein Neubau des Geschäftshauses wurde notwendig. Der Neubau wurde in zwei Abschnitten 1961 und 1969 durchgeführt. 1971 trat Hans-Otto Nöhren nach einem schweren Unfall seines Vaters vorzeitig in die Firma ein. Er heiratete 1975 Angelika Witt, die von da an im Einzelhandelsgeschäft mitarbeitete.

 

1978 bestand Hans-Otto Nöhren die Prüfung als Gas- und Wasserinstallateurmeister. Durch die Energiekrise der 70er Jahre forderten die Kunden immer verstärkter innovative Techniken. So wurden zunächst Wärmepumpen, Heizungsregelungen und Brennwerttechnik immer häufiger eingesetzt. 1988 trat der Installateur- und Heizungsbaumeister Herr Ortfried Reetz als Partner in die Firma ein. Dadurch war man in der Lage, auch Großanlagen zu projektieren und auszuführen. 1998 wurde das traditionelle Einzelhandels-geschäft unter anderem wegen der Übermacht des örtlichen Möbelhauses aufgegeben. Dadurch entstand eine Ausstellungsfläche für Sanitär- und Heizungsprodukte und man war in der Lage, sich stärker auf das andere Standbein, der Immobilienwirtschaft, zu konzentrieren.

 

Die Fa. Otto Nöhren & Sohn hat sich in den letzten fast 100 Jahren immer wieder den geforderten Marktsituationen angepasst, um seinen vielen Stammkunden ein zuverlässiger und kompetenter Partner zu sein ...und so soll es auch weiterhin bleiben! Ein Team von 12 Mitarbeitern ist dafür tätig.